Glück und glücklich sein wollen.

Glücklich SEIN, ist zunächst ein geistig- seelischer Zustand, und etwas geistig-seelisches, kann durch etwas Materielles NICHT erreicht werden.
Doch im Allgemeinen wird als Glück bezeichnet, wenn dem Menschen ein BEGEHREN erfüllt wird. Begehren nach Geld, Besitz und Reichtum, Begehren nach persönlichen Beziehungen und Freunden, und Begehren nach Ehre, Macht oder Anerkennung.
Doch dieses Glück ist nur kurzlebig, und nicht von Dauer. Im Gegenteil, ein Begehren wächst mit der Erfüllung. So ist es auch zu verstehen, daß es Menschen gibt, die mit Millionen nicht längst zufrieden sind und bleiben, sondern nach Milliarden streben, welche sie unmöglich in einem Leben verbrauchen könnten.
Eigentlich müßte man diese Menschen als Geisteskrank bezeichnen, denn es ist tatsächlich eine Krankheit des Geistes.

Dauerhaftes Glück ist tatsächlich nur WUNSCHLOS zu erreichen, und hat daher mit einem Besitz rein gar nichts zu tun. Daher sind Kinder auch noch glücklich, solange sie noch keinen Besitz und kein Eigentum kennen, und daher noch KEIN BEGEHREN für sICH entwickelt haben.
Doch sind diese Kinder UNBEWUSST glücklich - sie wissen nicht, daß sie glücklich sind. Darum muß der Mensch erst unglücklich werden, damit er vielleicht irgendwann bewusst und dauerhaft glücklich werden kann.

So soll der Mensch auch wieder (laut Bibel - auch Buddha) "zum Kinde werden". Aber nicht körperlich, sondern im Geiste - als Geisteszustand.

Der Weg zu diesem dauerhaften Glück, führt durch die Sinneswahrnehmung zum Begehren. Durch die Erfüllung dieses Begehrens wird er kurze Zeit glücklich. Doch was der Mensch lange genug hat, das wird SELBSTVERSTÄNDLICH, und das Selbstverständliche macht nicht mehr glücklich. So wächst das Begehren nach immer MEHR!
Klar ersichtlich ist dieses Prinzip in unserer Luxusgesellschaft. Der Luxus dauert schon so lange an, daß er für die Massen selbstverständlich geworden ist. Es gibt aber KEINE Steigerung mehr, und so werden diese Massen trotz eines Lebens im Luxus, immer UNZUFRIEDENER.

So muß der Mensch zur EIGENEN Erkenntnis kommen, egal was und wie viel ich besitze, ein dauerhaftes Glück gibt es in dieser materiellen Welt NICHT! Der fängt dann an, sein dauerhaftes Glück in der geistigen Welt - im Streben nach Erkenntnis zu suchen.

So lange der Mensch sein Glück noch in der materiellen Welt sucht, wird er kein dauerhaftes Glück finden, und von der geistig- spirituellen Entwicklung noch weit entfernt sein.

Demetrius Degen
16.11.2013


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