Demetrius Degen - Seminarleiter und Autor

Berauscht:
Drogen und Begehren

Es gibt zwei Arten, um den menschlichen Geist zu berauschen.
Eine materielle Art (Drogen), und eine geistige Art (Begehren).

Die materielle Art des Rausches ist allgemein bekannt - in erster Linie Alkohol, Tabak und Drogen (ob aus natürlichen oder chemischen Mitteln). Diese Art des Berauschens wird von der Politik bekämpft. Wer unter der Berauschung durch Alkohol oder Drogen Auto fährt, wird bestraft. Auch dann, wenn er im eigentlichen Sinne noch niemandem einen Schaden zugefügt hat. Also nur berauscht ist, und noch niemanden geschädigt hat.
Anders ist es bei der geistigen Art des Rausches. Diese Rauschzustände sind nicht so bekannt. Doch die wichtigsten sind der Rausch durch Begehren nach Geld, Aussehen, Besitz, Macht und Einfluß.

Wie bei Drogen- oder Alkoholsucht, so wird der Mensch durch sein unersättliches Begehren nach Macht, Einfluss und Geld genau so süchtig abhängig und in seiner Wahrnehmung eingeschränkt.
Im eigentlichen Sinne sind geldsüchtige Menschen in ihrem Geiste genau so krank wie alkoholsüchtige, und machtsüchtige Menschen genau so krank wie drogensüchtige.
Warum werden diese, durch Geld und Macht berauschten Menschen nicht genau so bestraft, wie die berauschten Menschen durch Alkohol und Drogen? Richten nicht diese Macht und Geld - süchtigen durch ihr unersättliches Begehren einen viel größeren Schaden an?

Drogen- und Alkoholsüchtige, schaden in erster Linie sich Selbst. Geld und Machtsüchtige, schaden der ganzen Gesellschaft. Wer ist nun der Schlimmere? Müßten wir nicht die Geld- und Machtsüchtigen höher bestrafen - speziell dann, wenn sie ganze Firmen und Gesellschaftsgruppen schädigen? Ist nicht die Schädigung EINES Menschen eine Straftat? Warum wird dann die Schädigung von Hunderten und Tausenden durch Manager nicht als Straftat bewertet? Ist nicht Veruntreuung von Anvertrautem eine Straftat? Warum ist die Veruntreuung von Geldanlagen bei der Bank keine Straftat? Unsere Politiker sollten einmal anfangen, MIT GLEICHEM MASSE ZU MESSEN! So wie es in der Bibel steht. Mag ja sein, dass die Unterstützung und der Erhalt der Banken durch den Staat notwendig ist?! Aber doch nicht unter dem gleichen Management!!!

Wenn jemand unter Alkoholrausch einen Unfall baut, wird er bestraft wie ein Schwerverbrecher. Wenn ein Manager unter Geldrausch Großbetriebe in den Konkurs, oder Banken in den Ruin führt, bekommt er eine Abfindung in Millionenhöhe.

Beim führen eines Fahrzeugs ist Alkohol oder Drogengenuß meßbar. Beim führen eines Großbetribes ist der Grad des Begehrens (der unersättlichen Gier) leider nicht meßbar. Vielleicht sollte man aber dann wenigstens bei einem "Unfall mit Totalschaden" (Konkurs - Bankrot - Insolvenz) bei dem Menschen zu Schaden kommen, den Verursacher auch bestrafen. Man könnte ja einmal darüber nachdenken. Vielleicht auch der eine oder andere Politiker oder Richter.

Die Gier - das Begehren - des Menschen können wir nicht abschaffen, doch wir können Regulierungen schaffen, welche das Unersättliche und das Unbegrenzte verhindert. Dem Rauchen, den Drogen und dem Alkohol haben wir Grenzen gesetzt, doch zur Begrenzung des größten Übels - der GIER - haben wir keine Grenzen gesetzt.

Warum wohl? Weil die "Oberen" selbst voller Gier sind, und sie sich daher alle SELBST bestrafen müßten.


Demetrius Degen
01.12.2011
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