Demetrius Degen - Seminarleiter und Autor

Ratingagenturen und Banken:

Die Ratingagenturen geben eine Bewertung über die Bonität von Firmen, Staaten und Finanzprodukten ab. Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden, wenn diese Bewertungen korrekt und gerecht sind. Allerdings ist festzustellen, daß sich diese Agenturen lieber zunächst kleine Staaten vornehmen, und sich nur zögernd an Amerika heran trauen - das ja pro Kopf noch höher verschuldet ist als Europa.
Unsere Politiker wollen jetzt die Aussagen dieser Agenturen verbieten. Was natürlich lächerlich ist, denn es ändert ja nichts an den Tatsachen der zu hohen Verschuldung. (frei nach dem Motto, wenn wir nicht darüber reden, ist es auch nicht so - letztendlich Volksverdummung) Es zeigt nur, wie VERZWEIFELT unsere Politiker sind, und nicht mehr wissen, was zu tun ist.

Bibel:"Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun"!

Das Problem liegt also zunächst an der viel zu hohen Verschuldung der Staaten, welche in Europa über Jahrzehnte aufgebaut wurde, weil unsere Politiker (mangels eigener Denkfähigkeit) ja alles nachmachen mußten, was Amerika vormachte.
So weit ich mich zurück erinnern kann, hieß es in jedem Jahr von der Politik: "Und eine NEUVERSCHULDUNG von …". Früher waren das Millionen DM, später Millionen €, und zwischenzeitlich sind es MILLIARDEN € Jährlich. Ich habe noch nie davon gehört, daß ein Kredit zurückgezahlt wurde!?

Kein Privatmann und kein Geschäftsmann - könnte auf Dauer so handeln!

Für diese Zinsen wird das VOLK mit Steuern belastet, und den Gewinn mach(t)en (auch über Jahrzehnte) die Banken. Somit machten die Banken über Jahrzehnte den großen Gewinn - finanziert vom VOLK! Wenn dann diese Banken, durch Fehlspekulationen an der Börse, und/oder durch unsichere Kreditvergaben am Kippen sind, muß wiederum das VOLK herhalten, um genau diese Banken zu unterstützen, welche über Jahrzehnte Dicke Gewinne abkassiert haben.
Zwischenzeitlich hat sich der Staat in solch eine ABHÄNGIGKEIT zu den Banken gebracht, daß Großbanken als "Systemrelevant" bezeichnet werden. Denn auch Großkonzerne, sind zwischenzeitlich von den KREDITEN der Banken ABHÄNGIG!

Wenn jetzt also eine Ratingagentur die Bonität eines Landes herab setzt, dann steigen die Zinsen, welche das jeweilige Land an die Banken zahlen muß.
Das ist mir eigentlich nicht begreiflich, da nach meinem Verständnis, Kredite mit einem festen Zins über eine bestimmte Zeitdauer vergeben werden. Insofern, kann die Bank ja nicht einfach diese bestehenden Verträge ändern, und die Zinsen erhöhen!
Aber wahrscheinlich steigen die Zinsen für NEUE Kreditaufnahmen - und dagegen kann man eigentlich nichts sagen - denn es ist ja KEINER gezwungen, neue Kredite aufzunehmen (im Normalfall - Privatmann).
In der Politik scheint das aber anders zu sein, denn zwischenzeitlich sind die Staaten so verschuldet, daß sie Kredite aufnehmen müssen, um die Schulden (Zinsen und Tilgung) bezahlen zu können.

Die Grundvoraussetzung, um von der ABHÄNGIGKEIT von den Banken weg zu kommen ist also der SCHULDENABBAU. Dazu müßte man halt eine "Schuldenabbausteuer" einführen. Ein gewisser Prozentsatz (gleich für ALLE) von ALLEN Einkünften von Privatpersonen und ALLEN Gewinnen von Betrieben, Konzernen, Banken, Versicherungen, usw. Diese Steuer dürfte NUR zum Abbau der Schulden (Tilgung der Kredite) verwendet werden. Was natürlich auch voraussetzt, daß vom Staat KEINE neuen Kredite mehr aufgenommen werden.
Die schnellere Lösung wäre die Enteignung - denn das Kapital der Banken ist finanziert vom VOLK - dadurch würde man also nur dem Volk wieder das zurück geben, was ihm über Jahrzehnte genommen wurde.

Aber auf jeden Fall ist eine Regulierung der Banken unbedingt erforderlich.

Das größte Problem ist der Aktienhandel (das Investmentbanking).
Aktien sind im eigentlichen Sinne Betriebsbeteiligungen. Der Aktionär kauft sich mit einem gewissen Betrag in einen Betrieb ein. Dadurch ist er im BESITZ von einem gewissen Prozentsatz des jeweiligen Betriebes. Dadurch erhält er eine eventuelle Gewinnbeteiligung, aber die Aktie kann Gewinne, aber auch Verluste machen.
Daraus ergibt sich eine ganz einfache Regelung: Wenn ein Aktionär an den Gewinnen und Verlusten der Aktien beteiligt ist, dann HAFTET er auch (prozentual zu seinem Anteil) bei einem Konkurs des jeweiligen Betriebes!
Wenn also ein Konzern, eine Bank, eine Versicherung, oder auch ein Staat Konkurs geht, HAFTET der Aktionär für die eventuellen Schulden des Betriebes mit SEINEM Privatkapital! Wie das eigentlich auch rechtlich sein SOLLTE.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, diesen Aktienhandel, GLEICH wie das Glücksspiel zu VERSTEUERN! (Spielbanken müssen je nach Bundesland bis zu 85 Prozent ihrer Spieleinnahmen an den Staat abgeben.) Mehr HIER:

Der Investmenthandel, so, wie er derzeit betrieben wird, ist nicht mehr als ein Glücksspiel. Beim Roulet setzt man auf Schwarz oder Rot, beim Aktienhandel auf Steigend oder Fallend. WO IST DER UNTERSCHIED?
Mit diesen zwei gezeigten Regulierungen, wird sich der Aktienhandel sehr schnell beruhigen, und vor allen Dingen, müßte das VOLK nicht mehr beim Konkurs eines Großbetriebes haften oder bürgen.

Ansonsten (wenn die Politik nicht eingreift) ist der Zustand Griechenlands erst der ANFANG!

Demetrius Degen
20.10.2011
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