Demetrius Degen - Seminarleiter und Autor

Hebelwirkung oder Hobelwirkung?

Unsere Politiker lassen sich immer neue "Betrügereien" einfallen, um den Kollaps des Euro abzuwenden, und die Überschuldung so gut wie aller Eurostaaten zu vertuschen.

Jetzt wollen sie einen HEBEL einführen - nach dem physikalischen Gesetz der Hebelwirkung, wodurch größere Lasten zu tragen sind. Wie dieses Hebelgesetz bei Schulden funktionieren soll, ist mir zwar schleierhaft, aber es wird davon gesprochen, daß Kredite ausgegeben werden, welche aber nur zu 20% abgedeckt sind? Dadurch soll dann das Fünffache Kapital zur Verfügung stehen!???
Unsere Politiker wollen jetzt das FALSCHE nachmachen, was die Banken schon längst vorgemacht haben. Sie wollen Wertpapiere verkaufen, die nur zu 20% abgedecht sind. Für diese Absicherung, muß dann selbstverständlich eine VERSICHERUNG gezahlt werden. Was wieder Kosten verursacht.

Ich würde aber einmal diese HOBELWIRKUNG empfehlen. Dabei wird alles, was über einer bestimmten Höhe hinaus geht, "ABGEHOBELT", wodurch alles auf eine GLEICHE Höhe gebracht wird. So könnte man zum Beispiel eine Schuldensteuer einführen, die jeder zu zahlen hat, der mehr als den Durchschnittslohn der jeweiligen Gesellschaft (Land) verdient.
Angenommen, der Durchschnittslohn im Land beträgt 3000.- €, dann geht ALLES, was von wem auch immer im Monat mehr verdient wird (egal wie viel auch immer), als Schuldensteuer an den Staat, NUR um die Kredite zurück zu zahlen. Das Ganze einfach so lange, bis ALLE Schulden des jeweiligen Landes getilgt sind, und der Staat schuldenfrei ist.

Etwas dezenter könnte man den Schuldenabbau mit einer gestaffelten "Schuldensteuer" machen, welche bei höherem Verdienst oder Gewinn, kontinuierlich ansteigt. (so wie HIER vorgeschlagen).

DAS, Europaweit, und die Probleme sind sehr schnell beseitigt.
So EINFACH könnte das sein!
Das wäre ein FREIWILLIGES und KONTROLIERTES Handeln.
Denn durch ein Taal, müssen wir so oder so gehen.

Dieses System wäre auf jeden Fall GERECHTER, als die Steuern zu erhöhen, die Sozialleistungen und die Löhne zu kürzen, was letztendlich nur die Armen und den Mittelstand trifft. An die Reichen traut sich nach wie vor keiner heran. Frei nach dem Motto: "Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus". Wenn man schon die Sozialleistungen für die Armen kürzt, dann sollte man auch einmal die Subventionen und Steuervergünstigungen der Reichen abschaffen! Besser - das Geld von denen zurück holen, die über Jahrzehnte an der Verschuldung der Staaten verdient, und abkassiert haben.

Es ist genügend Geld vorhanden!!!

Daß die Reichen ihr angehäuftes Geld rechtzeitig - wie auch immer - in Sicherheit bringen, ist klar und deutlich in Griechenland zu sehen. Laut Presseberichten, wurden aus Griechenland ca. 200 Milliarden Euro von den Reichen in "Sicherheit" gebracht. Dieses Geld hätte gereicht, um Griechenland wieder - ganz ohne Unterstützung der EU - Zahlungsfähig zu machen. So einfach ist das.
Genau so wird es - wenn die Entwicklung so weiter geht - auch in Italien, Spanien oder Frankreich passieren.
Wer auf den Schulden der Staaten dann sitzen bleibt, ist das "normale" Volk. Doch das Volk wird sich das nicht länger gefallen lassen. Denn auch die weltweiten Proteste gegen die Banken sind erst der Anfang.

Alleine die Zinsen für die Schulden des Staates, machen ca. 50% des gesamten Haushalts des Landes aus. Wären alle Schulden getilgt, und müßte der Staat keine Zinsen mehr zahlen, DANN könnte man die Steuern um 50% SENKEN!

Unsere Politiker haben panische Angst, daß der Markt zusammenbricht. NUR darum unterstützen sie Banken, Konzerne und Staaten, und machen immer mehr Schulden.
Schon bei der ersten Bankenkriese war klar, wenn die Banken zusammen brechen, bricht auch der Markt zusammen. Aber am System wurde nichts geändert.

Wir haben einen Beschluß, daß der Staatshaushalt bis 2015 ausgeglichen sein sollte. Was aber nicht bedeutet, daß wir keine Schulden mehr hätten, sondern NUR, daß wir keine neuen Schulden machen.
Doch so lange, wird der Euro gar nicht mehr seinen Wert halten können.

Es ist längst nicht mehr die Frage, OB der Markt zusammen bricht, sondern nur noch WANN? Der Markt bricht SOFORT zusammen, wenn die Unterstützungen vom Staat wegfallen. Unsere Politiker werden dieses "Spiel" bis zur bitteren Neige weiter treiben, was aber am Endergebnis nichts ändert, sondern die Schulden nur noch vergrößern wird. Was bedeutet, daß der STURZ nur noch TIEFER geht.
Von unserem hohen Roß müssen wir auf jeden Fall herab steigen. Entweder wir machen es FREIWILLIG, KONTROLLIERT und GERECHT (indem wir von denen mehr nehmen, die auch mehr haben - also prozentual vom Einkommen und Gewinn) und kommen mit einem Fußbruch davon, oder wir warten bis alles von sich aus unhaltbar wird und UNKONTROLLIERT zusammenbricht, und erleiden einen Genickbruch. Dann werden nicht einzelne Länder in den Ruin gehen, sondern die ganze EU - oder sogar weltweit.

Suizid des Kapitalismus

Die 10% der Reichsten besitzen 4 Billionen €
Unsere Schulden betragen 2 Billionenn €
NOCH FRAGEN?

Ich bin dafür, daß wir JETZT klarschiff machen, und unsere aufgehäuften Schulden nicht unseren Kindern und Kindeskindern zu hinterlassen! Denn WIR hatten den Vorteil dieser Schulden, und sollten bereit sein, JETZT auch den Nachteil auf uns zu nehmen.
Doch, wer den größten Vorteil über Jahrzehnte hatte, sollte jetzt auch den größten Nachteil haben.
Wir hinterlassen schon einen ausgeraubten Planeten,
dann müssen wir nicht auch noch Schulden hinterlassen.
Die Probleme der zukünftigen Generationen, werden auch ohne Schulden noch groß genug sein, und nur mit einer weltweilten politischen EINIGUNG zu bewältigen sein.
Denn Klimawandel, verschmutzung und Ausbeutung der Ozeane und auch Säuchen, machen vor Ländergrenzen keinen halt.

Bibel: "2. Mose 34, 7: "Der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft läßt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied".

Die Generation 1945 - 1955 ging von Armut in Reichtum.
Die Generation 2015 - 2025 wird von Reichtum in Armut gehen.

In der Bibel ist die Rede von 7 fetten Kühen und 7 mageren Kühen.
(7 fette Jahre in Luxus und 7 magere Jahre in Armut)
Wir haben in den
fetten Jahren nicht gespart, sondern noch Schulden angehäuft.
Was wollen unsere Politiker dann erst in den mageren Jahren machen?

Demetrius Degen
20.10.2011
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